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Altenpflege

Aufgrund der immer größer werdenden Heterogenität der Auszubildenden in der Altenpflege, steht man als Lehrkraft vor der Herausforderung, allen gerecht zu werden und diese vor allem auch nach ihrem individuellen Bedarf fördern zu können. Durch entsprechende Aufgabenstellungen im Unterricht mit Tablets (Mindestniveau und erweitertes Niveau) kann man diesem Bedarf als Lehrer auch gerecht werden. Aus kognitionspsychologischer Sicht können durch den Einsatz von Tablets im Unterricht verschiedene Sinnesmodalitäten angesprochen und dadurch die Gedächtniskapazitäten der Auszubildenden optimal genutzt werden. Der Kognitionsforscher Mayer geht davon aus, dass eine Informationsverarbeitung im Gedächtnis in mindestens zwei Kanälen (visuell-bildhaft und auditiv-verbal) stattfindet. Jedoch sind diese Kanäle in ihrer Kapazität begrenzt, so dass immer nur eine bestimmte Menge an Informationen in jedem Kanal verarbeitet werden können. Deshalb soll Lernmaterial laut Mayer immer so präsentiert werden, dass beide Kanäle optimal genutzt werden und nicht einer überlastet bzw. der andere gar nicht verwendet wird.

Berücksichtigt man dabei, dass Lernen am Modell gerade in der Förderung der beruflichen Handlungskompetenz eine sehr große Rolle spielt, und die Durchführung bestimmter pflegepraktischer Handlungen in der schulischen Ausbildung nicht möglich ist, bietet der Unterricht mit Tablet viele Vorteile. So können die Auszubildenden beispielsweise Filme zu speziellen Pflegesituationen schnell über das Tablet im Internet suchen und anschauen. Weiterhin können sie sich aber auch gegenseitig bei der Durchführung praktischer Maßnahmen filmen und anschließend selbst reflektieren. Oder die Auszubildenden filmen selbst Pflegesituationen und bearbeiten das Filmmaterial anschließend mit einem Bildbearbeitungsprogramm, um einen eigenen Film zu erstellen.

Betrachtet man nun noch einmal die Heterogenität so hat beispielsweise ein eher schwacher Schüler mit dem Tablet die Möglichkeit, sich bestimmte Sequenzen einer Pflegehandlung so oft anzuschauen bis er sie verstanden hat. Oder der Lehrer kann selbst Erklär-Videos für seine Auszubildenden erstellen, die diesen dann nach dem Unterricht weiterhin zur Verfügung stehen.

Weiterhin ist der Tablet-Einsatz im Unterricht der Altenpflege optimal für die Erstellung von Ideensammlungen, Dokumentationen und Präsentationen. Skizzen, Zeichnungen, Fotografien von Handlungsabläufen sowie fachliche Inhalte lassen sich schnell und anschaulich erstellen, zusammenfassen, sichern, austauschen und auf andere Medien exportieren. Lernzielkontrollen sind auf unterschiedliche Weise möglich, z. B. spielerisch durch Apps, die mit Multiple Choice arbeiten, oder mit Umfrageprogrammen.

Die Nutzung üblicher browserbasierter Inhalte, wie das www, Videoportale, Pinterest etc., stellen weiterhin einen erheblichen Mehrwert dar, so dass grundsätzlich das Benutzen von Tablets aller Betriebssysteme für den Unterricht ein Vorteil ist – alleine vor dem Hintergrund der Mobilität. Die 1:1-Situation, bei der jede Schülerin und jeder Schüler ein Tablet zur Verfügung gestellt bekommt, so dass eigene Sammlungen an individuell interessanten oder selbst erstellten Inhalten angelegt werden können, ist dabei von Vorteil.

Um als Fachlehrer in den Lernbereichen einen ersten Überblick zu erhalten, wurden aufgrund des Lehrplans die einzelnen Lernaspekte der Lernfelder herausgearbeitet und die dazu verfügbaren Apps sowie einige browserbasierte Angebote ausgewählt. Es besteht jedoch kein Anspruch auf Vollständigkeit, da täglich neue Apps und browserbasierte Angebote erscheinen (Stand April 2016).

Lernbereich 1 Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege

Lernbereich 2 Unterstützung bei der Lebensgestaltung

Lernbereich 3 Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen

Lernbereich 4 Altenpflege als Beruf

Unterrichtsentwürfe für Deutsch und Religion in der Altenpflege

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